Kategorien
Making-of

Biwak Schesaplana

Die Schesaplana liegt im Grenzgebiet zwischen Vorarlberg ?? und Graubünden ?? und ist mit 2964m der höchste Berg des Rätikon.
Dieser Berg steht schon seit längerem auf meiner Wunschliste, es gibt zwei Wege, welche oft begannen, werden:

  1. Eine relativ kurze Wanderung von etwa 3 Stunden im Vorarlberg, welche jedoch extrem oft begannen, wird und dementsprechend viele Leute unterwegs sind.
  2. Den Aufstieg von der Schweizer Seite her über die Schesaplanahütte und den Weg „Schweizersteig“. Diese Variante ist jedoch mit mehr als 2’000hm ziemlich lange und gegen Ende etwas ausgesetzt.

Bisher fehlte es mir jedoch an der Motivation, mich unter die vielen „Bergtouristen“ zu mischen oder den extrem langen Aufstieg von 2’000hm zu bewältigen.

https://map.geo.admin.ch

Als dann diesen Sommer wieder ein „schönes“ Wochenende bevorstand, kam ich mit einem Kollegen auf die spontane Idee die Schesaplana mit einem Biwak zu kombinieren.

So starten wir am darauffolgenden Tag um 06:00 bei der Talstation der Lünerseebahn, da wir 2 Stunden vor der ersten Bergfahrt losgingen, waren dementsprechend wenige Leute unterwegs.

Da wir bis zum Sonnenuntergang Zeit hatten, bis zum Gipfel zu gelangen, beschlossen wir die Tour mit einem „kleinen“ Umweg zu erweiterten. So liefen wir über den „Böser Tritt“ zum „Lünersee“ und von dort zum „Gafalljoch“. Dort machten wir die erste grössere Pause.

Sonnenaufgang über dem Lünersee

Vom „Gafelljoch ging es dann flach und relativ gemütlich bis zu der SAC-Hütte Schesaplanahütte bei welcher wir unsere Mittagspause machten.
Von der SAC-Hütte ging es dann in einer letzten Etappe über den Weg „Schweizersteig“ auf den Gipfel. Diese Strecke sieht auf der Karte zwar sehr kurz aus, aber es sind doch 1’000hm von der Hütte bis auf den Gipfel. Und der Weg ist mit einer Bewertung von T4(Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder) doch noch etwas fordernd, vor allem mit unsrem schweren Biwak Gepäck.

Blick zurück zu der Schesaplanahütte
Schweizersteig. „Finde den Weg“
Ja, auf der rechten Seite(Bildmitte) befindet sich der Weg ?

Um etwa 16:00 erreichten wir dann endlich, nach etwa 8 Stunden, 20km und 1’800hm den Gipfel der Schesaplanen.
Erschöpft und erleichtert legten wir unsere Rucksäcke nieder und genossen die kurzen Momenten, in welchen die Sonne durch die Wolkendecke schien.

Nachdem dann auch die letzten Wanderer den Gipfel verliessen begannen wir mit dem Aufbau unseres Nachtlagers.

Nachtlager

Da wir uns über 2’900m befanden und ein frischer Wind herrschte, welcher immer wider Wolken über den Biwakplatz wehte, gaben wir uns besonders viel mühe, um mit Steinen einen möglichst Windgeschützten Schlafplatz zu gestalten. Nach dem Sonnenuntergang sank die Temperatur auf etwa 0°C (Sommerbiwak?), was dazu führte das wir schon um 21:30 im „Bett“ lagen.

Wegen den vielen Wolken war der Sonnenuntergang leider nicht all zu spannen. Aber in der Nacht klarte der Himmel zwischendurch kurz auf und die Milchstrasse war zu sehen. Jedoch konnte ich mich wegen des kalten/feuchten Windes nicht motivieren aus den schön warmen Schlafsack zu bewegen. ??

Biwakplatz bei Sonnenuntergang

Nach einer langen und kühlen Nacht ging um 05:00 der Wecker ab. Der Gipfel war erneut mit Wolken bedeckt und es schien nicht so, das der Sonnenaufgang interessant wird. Trotzdem beschlossen wir aufzustehen und den Sonnenaufgang abzuwarten, was sich dann auch gelohnt hat. ?

Sonnenaufgang über dem Lünersee

Der Sonnenaufgang war genial! Durch die Wolken und den starken Wind änderte sich das Panorama von Minute zu Minuten, was zu unzähligen Fotos führte.

Nach dem Sonnenaufgang um etwa 07:00 kamen die ersten Wander auf den Gipfel, gerade dann als wir uns auf den Abstieg begaben. Für den Abstieg wählten wir den kürzeren Weg und liefen direkt zu der Bergstation der Lünerseebahn wo wir uns stärkten und dann mit der Bergbahn ins Tal fuhren.

Sonnenaufgang über Lünersee zum zweiten

Kameraausrüstung:

Da der Rucksack mit 15Kg schon genug schwer war, durfte nur das nötigste an Kameramaterial mit. Zudem sollte aus Platzgründe möglichst alles in meine Hüfttasche passen.

  • Kamera: Sony A7II
  • Objektiv: 16-70mm F4.0
  • Hüfttasche: CAMSLINGER Outdoor MK II
  • Stativ: Joby GorillaPod 3K
  • Sonstiges: 4 Ersatzakku, Yongnuo Funkauslöser, Graufilter, Reepschnur(Absturzsicherung), Drybag, 2 SD-Karten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.